Maethor

 

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Dieses Weblog zieht um!

Momentan zieht dieses Weblog zu einem anderen Service um. Die neue URL ist http://maethor.blogg.de. Neue Beiträge gibt es in Zukunft nur noch dort.
22.2.06 10:37


Worum es geht

Der Kurier berichtet:

Wien/Ankara - Die Veröffentlichung der beleidigenden Karikaturen des Propheten Mohammed habe in der islamischen Welt einen vergleichbaren Effekt gehabt, wie die Anschläge vom 11. September 2001 im Westen. Diese Einschätzung vertritt der Generalsekretär der Organisation der Islamischen Konferenz (OIC), Ekmeleddin Ihsanoglu, wie die türkische Zeitung "Zaman" am Dienstag in ihrer Online-Ausgabe berichtete.

Weil Menschenleben im Westen wichtiger sind als in der islamischen Welt? Oder was will uns Herr Ihsanoglu im Namen aller Muslime sagen? Mir scheint der Graben, den der "Dialog der Kulturen" überbrücken muss, tiefer - und vor allem breiter - als gedacht.

20.2.06 23:43


Neues von der Religion des Friedens

...und zwar aus Nigeria, einem Land in dem es immer wieder zu pogromartigen Ausschreitungen gegen Christen kommt. Der Anlass zu neuesten Welle der Gewalt ist - na was wohl:


Tote bei Karikaturen-Demo in Nigeria

Gewaltsame Proteste gegen Karikaturen
des Propheten Mohammed haben in Nigeria
mindestens 16 Menschen das Leben gekos-
tet.

Militante Muslime hätten in Maiduguri
im Nordosten des Landes Christen ange-
griffen und Kirchen in Brand gesteckt,
erklärte ein Polizeisprecher. Bei den
meisten der 15 Toten handelte es sich
laut Augenzeugen um Christen.

Auch aus der Stadt Katsina wurden Unru-
hen gemeldet. Dort starb mindestens ein
Mensch.


Quelle: ARD-Videotext, 19.2.


Über die politisch korrekte Wortwahl in dieser Mitteilung mag ich mich gar nicht mehr echauffieren: "Karikaturen-Demo" (niedlich), "Gewaltsame Proteste", "das Leben gekostet" (passiv!), "Tote", "starb ein Mensch" (friedlich an Altersschwäche?!).


Aber hätte das Welt-Christentum nun keinen Grund, sich beleidigt zu fühlen? Ein kleines bisschen vielleicht?

19.2.06 09:39


Islam bedeutet Frieden? Unfug!

Alt, aber trotzdem gut: Ein Leser machte mich heute auf das exzellente Interview der schweizer "Weltwoche" mit dem Islam-Experten Hans-Peter Raddatz aufmerksam (mein Dank an Martinius). Raddatz ist einer der wenigen deutschsprachigen Kenner der Materie, die es wagen den Islam auf der Basis von Fach- und Faktenwissen zu kritisieren und sich bisher auch nicht von den Morddrohungen aus den Reihen der Anhänger der "Religion des Friedens" einschüchtern lassen.

Auszug:

Im Tessin kandidierte eben eine Muslimin bei einer Gemeindewahl. In einem Interview begründete sie ihr Kopftuch: «Eine muslimische Frau bedeckt ihren Körper, auch zum eigenen Schutz.» Das heisst: Eine Frau muss gegen die feindliche Männerwelt ihre Vorkehrungen treffen.
Hinter der Vorstellung steht der ideologische Begriff der Fitna. Das arabische Wort heisst «Unruhe», «Störung», «Aufruhr». Die Fitna kann aus zwei Quellen entstehen. Einerseits aus politischen Erhebungen gegen den Machthaber und die Ordnung der Scharia. Und anderseits aus der Verselbständigung der Frau, ihrer Auflehnung gegen Männerdominanz und Verhüllung. Die Aussage Ihrer Muslimin macht deutlich, wie weit das islamische Recht bereits in das schweizerische eingedrungen sein könnte. Eine Frau in der Schweiz sollte doch keinen Schutz durch Kleidung brauchen; sie steht unter dem Schutz der Schweizer Rechtsordnung und Verfassung, die keinen Freibrief für sexistische Übergriffe ausstellen.

Viele Musliminnen sehen sich offenbar als permanente sexuelle Provokation, sie müssen sich verhüllen, um die Männerwelt vor sich zu schützen und sich vor der Männerwelt.
Die Marokkanerin Fatima Mernissi, eine der wichtigsten Feministinnen im islamischen Raum, hat einmal ironisch gefragt: Wenn wir Frauen die Männer so aufreizen, dass diese nicht mehr Herren ihrer Sinne sind, wäre es dann nicht angemessen, ihren Blick zu verhüllen, um sie vor sich und ihren Trieben zu schützen?

Kann ein islamischer Feminismus existieren?
Er ist nur sehr begrenzt möglich. Auch eine Fatima Mernissi stösst an ihre Grenzen. Das islamische System und die männliche Dominanz stellt Mernissi letztlich nicht in Frage. Ihre Botschaft besteht in der Konstruktion eines ethischen Islam. Sie argumentiert, dass Mohammed vor 1400 Jahren seine Frauen besser behandelt habe, als Muslime dies heute tun. Durch jahrhundertelangen Missbrauch sei ein falscher Brauch entstanden, den der Koran nicht rechtfertige. Also will Mernissi diese ethische Seite reaktivieren.

Eigentlich eine einleuchtende Konzeption...
...die aber zu kurz greift. Wenn diese Vorzüge im Islam angelegt sind, warum haben sie dann über eine so lange Zeit missachtet werden können? Warum konnten sich Theologen und Machthaber im Namen Allahs in Riesenreichen einrichten und auf eine Islamform berufen, die nicht authentisch sein soll? Mernissis Argumentation erinnert an Sichtweisen, die auch westliche Betrachter gern benutzen. Sie sagen, Islamismus habe mit Islam nichts zu tun. Die historische Praxis sagt aber eher, dass es den Islamismus ohne den Islam nicht gibt, dass beide ursächlich verknüpft sind. Die Islamisten beziehen sich auf dieselben Wurzeln wie ihre weniger radikalen Glaubensgenossen: auf den Koran und die Prophetentradition.

Aber kann man vom Christentum nicht dasselbe sagen: Die Verwebung von Glauben und Fanatismus, Kreuzzüge und Inquisition erweisen, dass das Christentum gewalttätig ist?
Man kann zwar sagen, im Namen Christi sind Ströme von Blut geflossen, nicht aber, dass Christus dazu aufgefordert habe. Wir müssen den Kern christlichen Denkens, also die individuelle Erlösung und Eigenverantwortung vor Gott, von der profanen, gewaltbereiten Ideologie des klerikalistischen Christentums trennen, die in der Aufklärung politisch überwunden wurde. Ebenso sollten wir zur Kenntnis nehmen, dass islamisches Sein nicht vom Kampf gegen den Nichtislam zu trennen ist. Vereinfacht lässt sich sagen, ein Christ missbraucht seine Religion, wenn er Gewalt anwendet, und ein Muslim missbraucht seine Religion ebenso, wenn er Gewalt nicht anwendet.

Ich muss Raddatz in allen Punkten Recht geben! Weiter unten habe ich einen Artikel gepostet in dem ich das islamische Frauenbild anhand von Koranzitaten in unterschiedlichen Übersetzungen untersuche. Das "klassische" islamische Rollenverhältnis von Mann und Frau ist demnach unvereinbar mit unserem säkularen westlichen Wertesystem! Festzuhalten ist zudem die Erkenntnis, dass der Konflikt zwischen dem Westen und dem Islam - ich wiederhole es gern - eben nicht nur ein Religionsstreit, sondern ein Kampf der Kulturen ist - was man schon daran merkt, dass sich die christliche und jüdische Geistlichkeit auffällig mit Kritik an den islamistischen Ausschreitungen wegen der "Mohammed-Karikaturen" zurückhält oder sogar Verständnis signalisiert!

Lächerlich sind die Bemühungen von 57 muslimischen Staaten die UN dazu anzuhalten, Kritik am Islam zu ächten und

"intolerante Ereignisse, Diskriminierung, Aufstachelung zu Haß und Gewalt zu verhindern, die aus allen Taten gegen Religionen, Propheten, und Glaubensrichtungen herrühren, welche den Genuss der Menschenrechte und fundamentaler Freiheiten bedrohen.” (zitiert nach Fakten & Fiktionen)

"Menschenrechte" und "fundamentale Freiheiten" sind hier nichts weiter als islamistische Kampfbegriffe, die auf die Unantastbarkeit des Islam abzielen! Das Recht auf Freiheit der Meinung, Kunst und Presse sowie der unantastbaren Menschenwürde sind etwas ganz anderes und und damit nicht gemeint!


Noch einmal Raddatz:


Ein Standardargument hiesiger Islambetrachter ist, dass die Armut der Muslime schuld sei an deren Radikalisierung. Würde mehr Wohlstand also das Problem beseitigen?
Der klassische Islam fiel mangels produktiven Wirtschaftens nach wenigen Jahrhunderten fremdfinanzierter Blüte in eine Stagnationsphase, die bis heute dauert. Averroes, der grosse Philosoph Spaniens, erkannte das Dilemma vor 800 Jahren. Er schrieb es zwei muslimischen Merkmalen zu: der Unfähigkeit zu Wissen ausserhalb des Glaubenskomplexes und der Frauenrepression.


Es ist eine Schande, dass man sich heutzutage den Anfeindungen westlicher "Gutmenschen" als auch der Islamisten stellen muss, wenn man diese Binsenwahrheit ausspricht. Ob Staaten oder Kulturen prosperieren hängt eben auch mit den Werten zusammen, die in den jeweiligen Gesellschaften gelebt werden. In der Zeit des Kalten Krieges war die Vorstellung, dass die westlichen Werte ein entscheidender Faktor in der Auseinandersetzung mit der Sowjet-Ideologie sein würden, noch Allgemeingut. Nur 15 Jahre später scheint sich diese Überzeugung fast vollständig verflüchtigt zu haben!

16.2.06 21:14


Toll - Hisbollah erteilt Europa Denkverbot

Hunderttausende protestieren in Beirut

Hunderttausende schiitische Muslime im Libanon haben die Prozession an ihrem wichtigsten religiösen Trauertag dazu genutzt, gegen die umstrittenen Karikaturen des Propheten Mohammed zu protestieren. Zum Höhepunkt der Aschura-Feierlichkeiten zogen trotz strömenden Regens mindestens 250.000 Gläubige durch die Straßen im Süden der Hauptstadt Beirut. (...)

Nasrallah: Muslime bereit, ihr Blut zu opfern

Der Generalsekretär der Hisbollah, Scheich Hassan Nasrallah, forderte die islamischen Länder in seiner Ansprache auf, gemeinsam die europäischen Länder dazu zu bringen, eine Lästerung Gottes und des Propheten per Gesetz zu verbieten. Er verlangte zudem eine Entschuldigung der dänischen Regierung. Nasrallah rief die Gläubigen auf, friedlich zu protestieren, warnte aber zugleich, Muslime seien "bereit ihr Blut zu opfern, um unseren geliebten Propheten zu verteidigen".

Quelle:www.tagesschau.de

So weit kommt es noch! Und dann besorge ich mir eine Greencard für die USA. Arrivederci, Eurabia!

9.2.06 19:09


Signal für Duckmäusertum

Signal für Toleranz

Erfurt – Wegen des Streits um die Mohammed-Karikaturen verzichtet die deutsche Satirezeitschrift Pardon in ihrer neuen Ausgabe auf alle Karikaturen. „Alle Zeichnungen wurden wieder herausgenommen, notwendige Bilderwitze durch eine verbale Beschreibung ersetzt.“, teilte Chefredakteur Bernd Zeller am Montag mit. Damit solle im „Pardon“-Heft Nummer 10 ein Signal für Toleranz und Respekt gesetzt werden. (...) dpa
 
(gefunden in: Frankenpost, 7.2.)  
 
Ladies and Gentlemen, the winner is...



Der begehrte Preis “Dhimmi der Woche” geht an die „Satirezeitschrift“ Pardon. Die Jury begründet ihre Entscheidung damit, dass, im Zusammenhang mit den weltweiten islamistischen Ausschreitungen (vordergründig wegen den in der dänischen Jyllands Posten veröffentlichten sogenannten Mohammed-Karikaturen), der Pardon in einer für die deutsche Journaille vorbildlichen vorauseilenden Selbstzensur nicht nur auf dem von gewissen Anhängern der „Religion des Friedens“ befohlenen Bilderverbot besteht, sondern die jahrhundertealte Kunstform der Karikatur probeweise gleich mit abschafft. Die ebenso elegante wie schleimerische Forderung von „Toleranz und Respekt“ für Personen wie den irrsinnigen iranischen Präsidenten, der die Westler schelmisch „Idioten“ nennt oder die Demonstranten von London, die Freiheit irgendwie doof finden, unterstreicht die angestrebte Selbstdemontage der Freiheit von Presse, Meinung und Kunst. Der beste Weg um mit der Bedrohung durch eine faschistoid-totalitäre Ideologie wie dem Islamismus umzugehen ist nun mal die präventive Kapitulation. Gleichzeitig schlägt die Jury der Redaktion des Pardon vor, in der kommenden 11. Ausgabe auch auf Textbeiträge zu verzichten, ehe man inkonsequenter Weise wieder Karikaturen druckt. Schließlich könnte sich jemand beleidigt fühlen, was bei Satire ja mal vorkommen kann. Obwohl – in diesem Falle würde sich der Pardon gleich selbst abfackeln.  

7.2.06 13:21


Hier haben die USA Recht

USA: Syrien für Brände verantwortlich  

 Die USA haben die syrische Regierung   

 für die gewaltsamen Übergriffe auf die 
 Botschaften Dänemarks und Norwegens in 
 Damaskus verantwortlich gemacht.       

 Dass Damaskus die Botschaften nicht ge-
 schützt habe, sei "unentschuldbar", so 
 der Sprecher des Weißen Hauses, McClel-
 lan.Zudem seien solche Übergriffe nicht
 ohne Wissen der Regierung möglich. Die 
 Regierungen in Oslo und Kopenhagen rie-
 fen ihre Bürger auf,Syrien zu verlassen

 Demonstranten hatten gestern in Damas- 
 kus die Vertretungen der beiden Länder 
 gestürmt und in Brand gesetzt.

(Quelle: ARD Videotext, 5.2.)

Mir war das in dem Moment klar als es in der Tagesschau hieß dass die brennenden Botschaften erst nach einer Stunde (!) gelöscht wurden.

Noch mal langsam zum Mitschreiben für alle westlichen Gutmenschen a la Claudia Roth, die die Schuld für das muslimische Austicken beim Westen sehen: Die muslimischen Proteste gegen die Mohammed-Karikaturen, die bereits im September im Jyllands Posten erschienen, sind nicht spontan, sondern gelenkt. Überall auf der Welt schüren Islamisten den Konflikt mit ihrer Hasspropaganda, um den Islam weiter gegen den Westen aufzuhetzen. Und offensichtlich werden Ausschreitungen wie in Damaskus auch politisch ausgenutzt.

Siehe auch die schablonenhaften, vorgefertigt wirkenden Plakate bei den muslimischen Demos, die zum Teil wirken, als ob nach dem Freitagsgebet in der Moschee Papier und Filzstifte ausgeteilt wurden, um der muslimischen Empörung in einer "spontanen" Aktion Luft zu machen:

Fakten & Fiktionen - Mit jeder Flagge brennt ein Kreuz

Politically Incorrect - Mittelalter in Europa

5.2.06 11:12


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